Ortsbeschreibung

Waygaard (dänisch: Vadgård, friesisch: Waiguurd)

ist ein Ortsteil der Gemeinde Dagebüll in Nordfriesland. 1978 wurde Waygaard eingemeindet. Der Ort ist mit etwa 100 Einwohnern zudem der kleinste Ortsteil der Gemeinde Dagebüll. Waygaard war vor 1574 eine Hallig. Der Ort wurde dann bis 1577 mit dem Bau eines Seedeichs landfest gestaltet. Waygaard setzt sich heute zusammen aus der Großwarft Süder-Waygaard, Norder­-Waygaard, Waygaard-Deich und Bollhaus.

Unser Veranstaltungsangebot befindet sich auf der historischen Großwarft Süder-Waygaard.

Eine Warft ist ein künstlich aus Erde aufgeschütteter, meist kreisrunder Besiedlungshügel zum Schutz vor Sturmfluten. Warften finden sich in den nordwestdeutschen Marschgebieten und in der Nordsee auf den Halligen. Die bereits seit dem 3. Jahrhundert v.Chr. entstandenen Hügel waren lange vor dem Deichbau der einzig wirksame Hochwasserschutz. Die Warft Süderwaygaard ist auf dem Festland von Schleswig-Holstein die größte Warft. Direkt auf der Warft liegen 14 Wohnhäuser. Die meisten sind ursprüngliche, reetgedeckte Friesenhäuser. Die Warft wird gerne als "Perle Nordfrieslands" bezeichnet. Sie ist eine kleine Welt für sich!

Im Hintergrund fließt der Bongsieler Kanal. Er läuft direkt am Ort vorbei und mündet nach 7km in der Nordsee.

Der staatlich anerkannte Erholungsort ist ländlich geprägt. Neben der Landwirtschaft ist der Fremdenverkehr bedeutendster Wirtschaftszweig.

Auf der einzigartigen Großwarft Süder-Waygaard ist die alte Siedlungsstruktur weitgehend erhalten und gilt mit der ursprünglicher Bebauung als ein Kleinod in Nordfriesland, mit einer überregionalen Bedeutung.
Die ältesten Häuser der Südseite sind so genannte Ständerhäuser mit einer Kattschur. Diese Bauweise verhinderte bei einer Sturmflut die völlige Vernichtung, auch wenn die Wände dem Wasserdruck einmal nicht standgehalten hätten. Über die idyllische Großwarft Süderwayggard führt ein gut befestigter Gehweg an den Weichdachhäusern und hübschen Gärten vorbei.